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Palliativstation

Palliativmedizin

„Wie Menschen versterben, verbleibt als wichtige
Erinnerung für diejenigen, die weiterleben.
Sowohl in Ihrem Interesse wie auch im Interesse
des Patienten ist es unsere Pflicht,
Kenntnisse darüber zu haben, wie Schmerzen
und andere Symptome entstehen,
und wie man diese Probleme effektiv behandeln kann.
Das, was in den letzten Lebensstunden eines Menschen
geschieht, kann früher erlebte Wunden heilen
oder es verbleibt als quälende Erinnerung,
die eine adäquate Trauer verhindert.“
Cicely Saunders 

Im allgemeinen Verständnis ist die wesentliche Aufgabe eines/einer Ärztin und eines Krankenhauses, mit dem richtigen Behandlungskonzept den Gesundheitszustand wiederherzustellen. Mit fortschreitender Krankheit ist eine vollständige Heilung jedoch oft nicht mehr möglich, an diesem Punkt setzt die Palliativmedizin an.

Bild von Frieda KahloPalliativmedizin ist aus der Hospizbewegung heraus entstanden und beschäftigt sich mit der  ganzheitlichen  Betreuung und Begleitung von Menschen, die sich im fortgeschrittenen Stadium einer (Tumor-) Erkrankung befinden.

Der Schwerpunkt der palliativmedizinischen Tätigkeit liegt in der Linderung von Schmerzen und anderer belastende Symptome wie Atemnot, Übelkeit, Erbrechen etc.
 
Durch die konsequente Behandlung dieser Beschwerden und individuelle Pflege folgen alle Beteiligten dem Ziel derErhaltung und Verbesserung der Lebensqualität der Patienten. Ein weiteres wichtiges Element der Palliativmedizin ist die Kommunikation mit dem schwerkranken Menschen und seinen Angehörigen.  Aufrichtigkeit bei der Mitteilung der Diagnose und Hilfestellung bei der Trauerverarbeitung sind hierfür Beispiele. Kompetenz im Bereich Ethik ist oft gefragt.

Die Palliativmedizin schließt eine Chemotherapie, Strahlentherapie und/oder operative Eingriffe nicht aus. Voraussetzung ist aber, dass die Vorteile dieser Maßnahmen größer sind als die Nachteile.

Palliativmedizin ist eine Akzeptanz des Todes als ein Teil des Lebens und eine eindeutige Absage an die aktive Sterbehilfe.