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Cirumcision (Beschneidung)

Die Cirumcision ist einer der ältesten urologisch -  chirurgischen Eingriffe. Der erste Nachweis einer Beschneidung ist die Darstellung in einer ägyptischen Grabkammer in der Totenstadt Sakkara, die um 2.400 v. Chr. erbaut wurde (Abb.1). Im Laufe der Geschichte unterlag die Beschneidung in den verschiedenen Religionen und Kulturen strengen Ritualen. Heute treten Selbsthilfegruppen gegen die  medizinisch nicht notwendige Beschneidung auf.

Indikationen

Es gibt klare Indikationen, welche eine Beschneidung  notwendig und sinnvoll machen. Bei wiederholt auftretenden Entzündungen von Vorhaut und Eichel oder die Entwicklung eines deutlichen Schnürringes mit Einklemmung der Eichel, Aufballonierung der Vorhaut während des Urinierens und wiederholte Harnwegsinfektionen sollte unbedingt nach der Primärbehandlung im beschwerdefreien Intervall eine Operation angestrebt werden.
Im Erwachsenenalter sind es vor allem immer wiederkehrende Entzündungen und in der Folge narbige Veränderungen, welche zur Operation zwingen.
Risikofaktor für die sogenannte Erwachsenenphimose ist der  Diabetes mellitus und dadurch bedingte wiederholte Entzündungen.

Wann sollte operiert werden?

Die Vorhautenge (Phimose) gehört zu den häufigsten Diagnosen, die zur Vorstellung von Jungen in der kinderurologischen Ambulanz führen. Eine Phimose wird im Kindesalter am ehesten um das 3. Lebensjahr diagnostiziert, wobei die operative Sanierung ab dann bis vor dem Zeitpunkt des Schuleintrittes, als um das 6. Lebensjahr erfolgen soll. Außer rituellen (religiösen) Gründen für eine Beschneidung der Knaben gibt es keinen eindeutigen medizinischen Grund eine frühzeitigere Operation anzustreben. Im angloamerikanischen Raum galt die neonatale Cirumcision (Beschneidung des Neugeborenen) über viele Jahre als Standardbehandlung. Die Argumente für ein solches Vorgehen sind die Vermeidung einer Vorhautverengung sowie von Harnwegsinfekten, außerdem soll dadurch das Auftreten von Peniskarzinomen im Erwachsenenalter gesenkt werden.

Therapie

Bei enger aber noch zurückziehbarer Vorhaut sollte diese regelmäßig in der Badewanne oder nach Aufbringen von Babyöl zurückgezogen und wider reponiert werden, um einen weitere Verengung vorzubeugen (aber nicht zu bald, nicht vor dem 2. Geburtstag). Falls die Indikation zur Beschneidung (Abb.2) gestellt wurde, kann eine solche Operation im Rahmen eines tagesklinischen Aufenthaltes durchgeführt werden. Der Eingriff wird bei Kindern in Allgemeinanästhesie (Vollnarkose), bei  Erwachsenen in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt.
Vor der geplanten Operation sollte der Patient beim niedergelassenen Facharzt für Urologie oder an unserer Ambulanz vorstellig werden. Einerseits damit der Lokalbefund erhoben werden kann, andererseits um die Aufklärung für den operativen Eingriff durchzuführen. Am Folgetag der Operation wird der Druckverband an unserer Ambulanz oder beim niedergelassenen Facharzt entfernt. Die weitere Lokaltherapie kann im Anschluss zu Hause durchgeführt werden.

Darstellung: Beschneidung Sakkara 2400 v. Chr
Abb. 1 Beschneidung Sakkara 2400 v. ChrSPAN>

Darstellung Penis vor Operation und Penis nach Operation
Abb. 2